Archiv für die Kategorie ‘Pressemitteilungen’

21. Jan 2009

Tafel nimmt Arbeit im März auf

Wildeshauser Tafel nimmt Arbeit auf

Wildeshauser Tafel nimmt Arbeit auf

BÜRGERMEISTER SHAHIDI SPRACH VON EINEM „LEUCHTTURM-PROJEKT“. DIE STADT STELLT DAS ALTE CITY-MOBIL BEREIT.

VON STEFAN IDEL

WILDESHAUSEN - Nach dem Willen ihrer Gründer soll die Wildeshauser Tafel am 15. März ihre Arbeit für Bedürftige in der Region offiziell aufnehmen. „Wir benötigen die Unterstützung von vielen“, sagte Vorsitzende Martina Zahl, die am Dienstag gemeinsam mit weiteren Mitgliedern den Verein vorstellte. Es gehe darum, soziale Verantwortung wahrzunehmen, meinte Gründungsmitglied Wilhelm Schilling. Er wies darauf hin, dass in Niedersachsen jedes sechste Kind unterhalb der Armutsgrenze lebe.

Die Initiative zu der Tafel kam aus der Freien Christengemeinde sowie der Hunteschule, wie Schulleiter Thomas Trüper erklärte. Dort sei die unzureichende Versorgung mancher Kinder aufgefallen. Nach langer Vorbereitungsphase liege seit Dezember die offizielle Genehmigung des Berliner Bundesverbandes vor, berichtete Schilling. Mit den benachbarten Tafeln habe sich der Verein über die regionale Zuständigkeit verständigt. Man wolle sich demnächst bei allen Geschäften in Wildeshausen und umzu vorstellen und Lebensmittel erbitten. Bislang sei geregelt, dass die Wildeshauser Tafel Waren von den Discountern Lidl und „aktiv“ sowie von „Famila“ erhalte.

Die noch nicht abgelaufenen Lebensmittel werden im ehemaligen Casino der Wittekindkaserne an Bedürftige ausgegeben. Dazu sei ein Berechtigungsantrag erforderlich. Man werde aber niemanden abweisen: „Jeder, der sich in der Schlange anstellt, hat einen Grund, sich anzustellen“, sagte Martina Zahl.

Unternehmer Wolfgang Rixen stelle das frühere Casino für mindestens fünf Jahre zur Verfügung. Vier Wildeshauser Handwerksbetriebe helfen bei der Einrichtung. Benötigt würden aber noch stabile, neuwertige Regale und Kühltruhen auf Rollen.

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sprach von einem „Leuchtturm-Projekt“ für Wildeshausen. Allein die organisatorischen Vorarbeiten seien erheblich gewesen. Die Tafel erhält das alte städtische City-Mobil. Shahidi will bei den Haushaltsberatungen einen Vorschlag machen, damit die Tafel auch Fördermittel aus dem Stadtsäckel erhalte.

(Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 21.01.2009)

17. Jan 2009

Wildeshauser rufen „Tafel“ ins Leben

UNTERSTÜTZUNG ERHÄLT DER VEREIN AUCH VOM FRAUENVEREIN. BEI DER HAUPTVERSAMMLUNG AM FREITAG MELDETEN SICH SPONTAN ZWEI HELFERINNEN.

VON STEFAN IDEL

WILDESHAUSEN - Nach dem Vorbild der Berliner Tafel soll in Wildeshausen eine so genannte Tafel für Bedürftige ins Leben gerufen werden. Die Initiative dazu kam aus der Hunteschule – Förderschule Lernen. Noch im vergangenen Jahr machten sich die Initiatoren daran, die notwendigen Schritte für eine Vereinsgründung zu beschreiten, wie Schulleiter Thomas Trüper am Freitag erklärte.

Bereits seit langer Zeit sei Pädagogen und sozial engagierten Wildeshausern aufgefallen, dass nicht alle Kinder in der Kreisstadt so versorgt würden, wie dies wünschenswert sei. Diverse Gruppen, darunter auch Vertreter des Wildeshauser Frauenvereins, hätten sich daher Gedanken über eine gemeinnützige Tafel gemacht. Ursprünglich sollte die Ausgabe gespendeter Lebensmittel bereits in der Weihnachtszeit starten. Doch der Zeitplan sei offenkundig zu ambitioniert gewesen, meinte Trüper. Nun will sich der Verein mit seiner Vorsitzenden Martina Zahl an der Spitze in der kommenden Woche vorstellen.

Unterstützung erhalte die Wildeshauser Tafel vom Unternehmer Wolfgang Rixen, dem Gründer der Privatschule Spascher Sand. Er stellt das einstige Casino der verlassenen Wittekindkaserne als Domizil zur Verfügung. Bei der Jahreshauptversammlung des Frauenverereins am Freitag meldeten sich spontan zwei Frauen, die mithelfen wollen, berichtete Vorsitzende Brigitte O. Kaiser.

„Die Stadt will den alten Kleinbus zur Verfügung stellen“, kündigte Trüper weiter an. Bürgermeister Dr. Kian Shahidi hatte bereits in seinem Grußwort zum Jahreswechsel die Wildeshauser aufgefordert, sich Gedanken zu machen, „wie wir den sozial bedürftigen Menschen helfen können, (…) die sich einfache Lebensmittel nicht mehr leisten können.“

Ziel der Tafeln in Deutschland ist es, dass alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilt werden. Die Tafeln helfen so diesen Menschen eine schwierige Zeit zu überbrücken. Als älteste Tafel in Deutschland wurde 1993 die Berliner Tafel e.V. gegründet. Vor kurzen nahm in Ratingen (Nordrhein-Westfalen) die 800. Tafel ihre Arbeit für bedürftige Mitbürger auf. Im Landkreis gibt es unter anderem eine Tafel in Hude.

(Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 17.01.2009)