Archiv für den Monat Februar 2009

22. Feb 2009

Viele Menschen wollen helfen. Wildeshauser Tafel stößt auf große Unterstützung.

WILDESHAUSEN/msi. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele Leute zu einem ersten Interessententreffen kommen.“ Schlichtweg überwältig war Martina Zahl, erste Vorsitzende des Vereins Wildeshauser Tafel angesichts der über 50 Bürger, die zum Informationsnachmittag in die Hunteschule gekommen waren. Sie allen wollen mithelfen, dass die Tafel in Wildeshausen ein Erfolg wird.

Der Vorstand der Tafel berichtete zunächst über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Die Räume im ehemaligen Offizierskasino der Wittekindkaserne sind frisch gestrichen, alle Räumlichkeiten wurden von der Wildeshauser Firma Fluid kostenlos gereinigt.

„Auch die Malerarbeiten hat die Firma Eckhard Schmidt kostenlos ausgeführt“, berichtete der zweite Vorsitzende Thomas Trüper. Weitere Handwerksbetriebe haben ihre Unterstützung zugesagt. Auch bei den Lieferanten ist die Tafel einen großen Schritt weiter gekommen. Agrarfrost, Heidemark oder Kellogg’s haben bereits feste Zusagen gegeben. Die Wildeshauser Bäckereien Kolloge, Meyer und Schnittker helfen ebenso mit wie die Supermärkte Famila, Aktiv und Lidl.

Ab Mitte März will die Tafel öffnen. Zunächst nur am Donnerstag. „Die Öffnungszeiten werden sich vom Mittag bis in den frühen Abend hinziehen“, erklärte Martina Zahl. Es würden deshalb viele Helfer benötigt. Denn die Lebensmittel müssen nicht nur an die Bedürftigen ausgegeben werden. „Die Waren müssen bei den Lieferanten mit unserem Lieferwagen abgeholt und dann vorsortiert werden“, erläuterte Wilhelm Schilling vom Vorstand. Er betonte, dass die Tafel, wie alle anderen Supermärkte auch, die Hygiene- und Gesundheitsvorschriften einhalten muss.

Nach wie vor ist der Verein neben den Lebensmittelspenden auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Spenden können auf das Konto 1884352 bei der LZO, BLZ 280 501 00 eingezahlt werden.

(Quelle: Sonntagszeitung, 22.02.2009)

8. Feb 2009

Tafel ist jetzt mobil

WILDESHAUSEN/msi. Die Einrichtung der „Wildeshauser Tafel“ schreitet mit großen Schritten voran. Am Freitagmittag übergab Bürgermeister Dr. Kian Shahidi dem Verein das ehemalige Citiymobil. Die Vorsitzende Martina Zahl nahm den Autoschlüssel entgegen. Das sechs Jahre alte Fahrzeug hat 108000 Kilometer auf dem Tacho uns soll nur der Tafel beim Transport der Lebensmittel dienen.

Wie berichtet, will sich der Verein „Wildeshauser Tafel“ ab Mitte März um die Bedürftigen in Wildeshausen und Umzu kümmern. Im ehemaligen Offizierskasino auf dem Gelände der Wittekindkaserne wird dazu eine Ausgabestelle eingerichtet. Hier hält die Tafel dann Lebensmittel für die Grundversorgung bereit. Bei der Einrichtung ist der Verein einen Schritt weiter gekommen. Die Firma Apetito aus Rheine stellt zwei Tiefkühlschränke zur Verfügung. Benötigt werden aber noch große Lagerregale. Inzwischen haben auch die Wildeshauser Bäckereien Kolloge, Meyer und Schnittker ihre Unterstützung zugesagt.

(Quelle: Sonntagszeitung, 08.02.2009)

7. Feb 2009

“Tafel” ist seit gestern mobil

Symbolisch überreichte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi den Autoschlüssel an Martina Zahl.Foto: DejoWILDESHAUSEN Drei Bäcker sind bereits im “Boot”, zwei Tiefkühlregale stehen schon zur Abholung bereit, und seit gestern ist auch der Warentransport gesichert: Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi überreichte vor dem Stadthaus symbolisch den Schlüssel für das “alte” City-Mobil an die Vorsitzende der Wildeshauser “Tafel”, Martina Zahl.(Von Joachim Decker)

“Wir freuen uns, damit die wichtige Arbeit der Tafel, die Mitte März anlaufen soll, unterstützen zu können”, führte Dr. Shahidi aus. Zwar sei der Bus für den Personentransport ausgerüstet, aber nach kleinen Umbaumaßnahmen eigne er sich bestens für den Transport der Lebensmittel.

Nicht ohne Stolz konnten die “Tafel”-Mitglieder berichten, dass die drei Wildeshauser Bäckereien - Meyer, Kolloge und Schnittger - bereits ihre Unterstützung zugesagt hätten. Hier hatte Brigitte Ottilie Kaiser Gespräche geführt und sehr schnell eine positive Antwort bekommen.

“Etwas Schwierigkeiten haben wir noch mit den Supermärkten”, sagte Martina Zahl. Dort herrsche der Irrglaube, dass die Mitarbeiter der “Tafel” Woche für Woche eine gewisse Menge an Lebensmittel holen wollen: “Das ist natürlich nicht der Fall. Zwar fragen wir regelmäßig nach, aber wenn es nichts gibt, dann ist das auch so. Schließlich können die Firmen nur Waren abgeben, die sie überschüssig haben und deren Haltbarkeit bei noch längerer Lagerung bald ablaufen würde”, erklärt die Vorsitzende.

Hinzu käme, dass die Bedürftigen ohnehin kein Anrecht auf ein bestimmtes Sortiment hätten: “Wir geben das weiter, was wir haben. Zur Not sind dass auch mal nur Brot und Brötchen.”

Vom Unternehmen “Appetito” in Rheine bekommen die Wildeshauser zwei Tiefkühlregale. “Außerdem ist ein Hardware-Händler bereit, unsere Räume mit einem kompletten PC-Arbeitsplatz auszustatten”, konnte der Vorstand berichten.

Zudem gebe es von der Kreisverwaltung etwa 450 Euro: Monat für Monat spenden hier die Mitarbeiter die Cents, die auf der Gehaltsabrechnung hinter dem Komma stehen. Eine Idee, die Dr. Shahidi jetzt auch im Stadthaus einbringen will.

(Quelle: Kreiszeitung Wildeshausen, 07.02.2009)